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Rückblick 2013

Hier finden Sie Informationen und Beschreibungen zu den Konzerten im Jahre 2013

 

Sonntag,      24. Februar 2013  17.00 Uhr, Martinskirche Oberesslingen:
Benefizkonzert für das Ertingerhaus

Programm

Haberkern

Kathrin Haberkern - Querflöte

Beyer

Sonnhild Beyer - Sopran


Sonntag,     05. Mai 2013   19.00 Uhr, Evang. Stadtkirche St. Dionys:
Franz Schubert: Messe Nr. 5 As-Dur "Missa solemnis"
Felix Mendelssohn Bartholdy: Orgelsonate d-Moll op. 65 Nr. 6
(Variationen über den Choral »Vater unser im Himmelreich«)

Ausführende:
Christine Euchenhofer, Sopran;  Andrea Wahl, Alt;  Johann Winzer, Tenor;  Frank Wörner, Bass
Rainer Maria Rückschloss, Orgel; Chor und Orchester des Oratorien-Vereins Esslingen
Jörg Dobmeier, Leitung

Schubert-Messe

Solisten

Solisten: Christine Euchenhofer - Sopran, Andrea Wahl - Alt, Johann Winzer - Tenor, Frank Wörner - Bass
Rainer Maria Rückschloss - Orgel

Ansicht des Prospekts im PDF-Format

Ansicht des Programmhefts im PDF-Format

Schuberts „Missa Solemnis“ - Klangschön und flexibel

Fast auf den Tag genau 22 Jahre war es her, dass der Oratorien-Verein Schuberts auch als seine „Missa solemnis“ bezeichnete Messe Nr. 5 As-Dur zum ersten und bisher einzigen Mal aufgeführt hatte. So war die erneute Aufführung dieses Werks am 5. Mai 2013 in der Esslinger Stadtkirche für einen großen Teil der Mitwirkenden eine Neueinstudierung.
Der Bericht der „Eßlinger Zeitung“ vom 7. Mai achtete auf jedes Detail: „Der Chor des Oratorien-Vereins hatte seiner erste Bewährungsprobein der mächtigen Gloria-Fuge, `Cum sancto Spiritu‘, deren Stimmgeflecht klar herausgearbeitet wurde. Wesentlichen Anteil daran hatte das klare und schnörkellose Dirigat Jörg Dobmeiers. Er sorgte für fließendes Melos, passgenaue Stimmeinsätze und eine fein modulierte Dynamik der großen Spannungsbögen. Leider gelang jedoch die Gewichtung zwischen Chor und Orchester nicht immer mustergültig. Über weite Strecken mussten die Choristen gegen den dominierenden Klang des routiniert musizierenden Orchesters ansingen.
Ungeachtet dieses Hemmnisses gestaltete der Chor klangschön, flexibel und mit sauberer Artikulation. Freischwebenden A-cappella-Partien standen anspruchsvoll fugierte Passagen gegenüber, der Strahlkraft des,  `Sanctus‘ folgte im Dialog mit dem Soloquartett ein spannungsvolles, `Dona nobis pacem‘, mit dem Schuberts Messe ruhig ausklang. Das mit Christine Euchenhofer (Sopran), Andrea Wahl (Alt), Johann Winzer (Tenor) und Frank Wörner (Bass) sehr ausgeglichen besetzte Solistenquartett überzeugte mit stimmlicher Präsenz und homogen abgestimmten Ensembles.“
Die der Aufführung vorangestellte Orgelsonate d-Moll op. 65 Nr. 6 von Felix Mendelssohn Bartholdy „war bei Rainer Maria Rückschloß in guten Händen. Zunächst stellte er mit gedeckten Klangfarben Luthers Melodie, ‚Vater unser im Himmelreich‘ vor. Darüber türmte sich ein gewaltiges Gebäude mannigfacher Variationen auf: In geschickter Dramaturgie der gegensätzlichen Satzcharaktere fand Mendelssohn eine gelungenen Balance zwischen wuchtigen Klangballungen und poetischen Momenten. Rainer Maria Rückschloß war ein guter Anwalt dieser Musik, agierte technisch souverän und mit feinem Gespür für spannungsvolle Entwicklungen und schroffe Einschübe.“
Dr. E. Görg

 

Sonntag,      17. November 2013 (Volkstrauertag) 17.00 Uhr, Chor der Franziskanerkirche Esslingen:
SONNENGESANG von Franz von Assisi
Betrachtungen zum Thema der Schöpfung in Wort und Ton
Texte von Franz von Assisi und Hajo Seepfling
Musik von Dag Metzger, Uraufführung
Junge Solisten
Jörg Dobmeier, Leitung

Ansicht des Prospekts im PDF-Format

Sonnengesang1

Sonnengesang2

Uraufführung in der Esslinger Franziskanerkirche
„Sonnengesang“ des Franz von Assisi mit neuer Aussagekraft

Mit den Proben zu den Magnifikat-Vertonungen von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach startete die Probenarbeit im September 2013 mit der Orientierung auf das „große“ Konzert im Dezember. Vor diesem Konzert gab es jedoch ein weiteres, „kleineres“, aber nicht unbedeutenderes Konzert des Oratorien-Vereins, nämlich am 17. November 2013 die Uraufführung des „Sonnengesangs“ des Franz von Assisi in der Vertonung durch Dag Metzger, langjähriger Oboist im Orchester und Sänger im Chor des Oratorien-Vereins.
„Die Musik des Autodidakten Dag Metzger lässt sich in keine Schublade stecken“, urteilte die „Eßlinger Zeitung“ am 19. November über das neue Stück. „Obwohl weitgehend tonal gebunden, werden in den Chorpartien immer wieder die Grenzen der Tonalität gesprengt, freitonal schwebende Melodielinien bewegen sich über weite Strecken parallel, der Ausdrucksgehalt der Musik steht über stilistischer Konsequenz.
Wesentlich bestimmt wurde das Klangbild in der Franziskanerkirche durch die perkussiven Aktionen des mit Aya Fujita, Luo, Semi Hwang und Johannes Werner hervorragend besetzten Schlagzeug-Ensembles der Musikhochschule Stuttgart. Röhrenglocken und Mallets dominierten mit hellem Klang den instrumentalen Teppich, ergänzt durch Kontrabass (Manual Schattel) und Klavier (Lars Jakob). Der aus Mitgliedern des Oratorien-Vereins bestehende Projektchor und die beiden hervorragenden, leider nicht namentlich genannten Solistinnen der Musikschule Köngen/Wendlingen hatten keinen leichten Stand. Zwar agierten sie mit präzisem stimmlichem Einsatz – die gerade in diesem Werk so wichtige Textverständlichkeit bleib jedoch in der sehr halligen Akustik der Franziskanerkirche auf der Strecke. Zum Glück war das Programmheft stimmig konzipiert, so dass man den Text zumindest lesend nachvollziehen konnte. Der zentrale Vokalpart war Dennis Marr anvertraut. Von der Kanzel herab verkündete er mit gut geführter Tenorstimme schlicht, aber eindrucksvoll das Franziskanische Gebet, wobei sich gelegentlich in parallel geführten Stimmlinien die Sopranistin Anja Petersen einklinkte. Ein besonders berührender Moment war der Sprechgesang, mit dem Tenor und Choristen abwechselnd beklagten, dass sich in unserer Zeit das Vergeben oft in Vergelten wandelt. Jörg Dobmeier koordinierte am Dirigentenpult die musikalischen Ebenen, sorgte für präzise Einsätze und eine reibungslose Verzahnung der einzelnen Ebenen.“
Das Publikum bei diesem gut besuchten Konzert spendete reichen Applaus. Nach der Uraufführung gab es einen kleinen Empfang. Zudem war im Lettnerbereich der Franziskanerkirche und im „neuen Kreuzgang“ zwischen evangelischem Gemeindehaus und Musikschule eine Ausstellung zu sehen mit eigens zu diesem Anlass geschaffenen Bildern von Erika und Helmuth Kern, die auch in das Programmheft integriert waren.
Dr. E. Görg

 

Sonntag,      08. Dezember 2013  10.00 Uhr, Evang. Stadtkirche Esslingen:
Gedenkgottesdienst 100 Jahre Kirchenmusikdirektor Prof. Hans-Arnold Metzger
(05. Dezember 1913 - 02. April 1977)

HA-Metzger

Prof. Hans-Arnold Metzger

Programmablauf

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Sonntag,     15. Dezember 2013   19.00 Uhr, Evang. Stadtkirche St. Dionys:
Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat - Vertonungen

mit den weihnachtlichen Einlagesätzen

Magnificats

Ansicht des Prospekts im PDF-Format

Programmheft im PDF-Format

Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat
Gestochen scharfe Themeneinsätze und transparenter Klang

Zahlreiche Neugierige waren an diesem dritten Advent vom Weihnachtsmarkt draußen in die Esslinger Stadtkirche gekommen und etliche blieben gleich da, die meisten Zuhörer hatten sich jedoch schon im Vorverkauf ihre Eintrittskarte besorgt, sodass die Aufführung der Magnificat-Vertonungen von Vater und Sohn Bach vor gut gefülltem Haus stattfinden konnte – „eine Gegenüberstellung der D-Dur-Bearbeitung des barocken Großmeisters aus dem Jahr 1735 mit dem Magnificat seines berühmtesten Sohnes Carl Philipp Emanuel“, wie der Berichterstatter der Eßlinger Zeitung am 17. Dezember 2013 betonte.
„Das gut aufbereitet Programmheft arbeitete in einer synoptischen Darstellung Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Fassungen plastisch heraus. … Vater und Sohn umrahmten ihre Kompositionen mit herrlichen Chören, und auch die zahlreichen eingebundenen Sätze gaben dem Chor des Oratorien-Vereins immer wieder Gelegenheit, seine Leistungsstärke zu demonstrieren.

Die homophonen Teile erklangen in dichter Geschlossenheit, die Themeneinsätze der fugierten Passagen kamen gestochen scharf, und auch in der Überlagerung der Musikstränge blieb der Klang weitgehend transparent. Man spürte, dass Jörg Dobmeier mit seinen Choristen konsequent und detailgenau gearbeitet hatte, wobei offensichtlich ein Schwerpunkt auf der dynamischen Feinarbeit lag.
Das Orchester folgte den Intentionen des Dirigenten willig, nahm seine Tempovorgaben exakt auf und garantierte musikalischen Fluss. Leider waren jedoch bei den Streichern in puncto Zusammenspiel und Intonation einige Unschärfen nicht zu überhören. Die Bläserfraktion profilierte sich hingegen mit instrumentalem Wohllaut, tonschön bei den Arien-Begleitungen und mit schmetterndem Strahlglanz des Trompetentrios.
Aus der Riege der Gesangssolisten stachen Kathrin Koch, die mit warmem Alt die empfindsame Stimmung von ‘Suscepit Israel‘ nachzeichnete, und der Bassist Michael Marz hervor. Er traf mit wohlklingendem Organ bestens den ‘Ton des Triumphes‘, der beide Magnificat-Vertonungen durchzieht.
Maren Jacob legte den Sopran-Part geschmeidig und höhensicher an. … Alexander Yudenkov hatte, insbesondere in den Duetten, Momente strahlender Intensität…“.
Dr. E. Görg

 
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