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Rückblick 2016

Hier finden Sie Informationen und Beschreibungen zu den Konzerten im Jahre 2016.

 

5. - 13. November 2016   "17. Esslinger FORUM für Junge Solisten"

Programm der FORUMSWOCHE 2016

Die Schöpfung

Samstag, 05.11. 19.30 Uhr ERÖFFNUNGSKONZERT in der Evang. Stadtkirche St. Dionys
STUNDE DER KIRCHENMUSIK
Werke von Heinrich Schütz bis Tilmann Heiland (Esslingen)
Johannes Fiedler, Orgel
Chor und Instrumentalisten des Oratorien-Vereins Esslingen
Jörg Dobmeier, Leitung

Anschließend Programmvorstellung der FORUMS-Woche
und Empfang im Eingangsbereich der Stadtkirche.


Montag, 07.11. 19.30 Uhr Bürgersaal im Alten Rathaus
Junge Solisten der Musikschule Esslingen HOKUS POKUS
Schöpferische Spielereien in der Musik Spektakuläres und Wissenswertes
Jörg Dobmeier, Moderation


Mittwoch, 09.11. 19.30 Uhr Salemer Pfleghof
DAS LIED GOTTES, Liederabend und Theologie
Sonnhild Beyer, Sopran
Dennis Marr, Tenor
Jörg Dobmeier, Klavier
Matthias Krack, Stadtpfarrer Leonberg

 

Donnerstag, 10.11. 19.30 Uhr Scala
im Rahmen der Reihe JUNGE INTERPRETEN der KSK
NATUR ZUM HÖREN, ein besonderer Kammermusik-Abend mit
Elsa Klockenbring, Violine
Lukas Hanke, Viola
Michael Schmitz, Cello (Esslingen)


Freitag, 11.11. 19.30 Uhr Kaisersaal des Amtsgerichts Esslingen
WAS DIE WELT IM INNERSTEN ZUSAMMENHÄLT
Eine Zeitreise vom Urknall bis heute
Bläser-Ensemble Serenata
Dr. Hermann Klinger (Esslingen)


Sonntag, 13.11. 19 Uhr Stadtkirche St. Dionys
ABSCHLUSSKONZERT
Die Schöpfung, Oratorium von Joseph Haydn
Sonnhild Beyer, Sopran
Sarah Hudarew, Alt
Dennis Marr, Tenor
Michael Roman, Bass
Chor und Orchester des Oratorien-Vereins
Jörg Dobmeier, Leitung

Näheres erfahren Sie unter Esslinger Forum für junge Solisten.

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Sonntag,     20. März 2016, 19.00 Uhr   Evang. Stadtkirche St. Dionys Esslingen
Joh. Seb. Bach: Johannespassion

Johannespassion

Nach dem weniger bekannten, aber doch sehr eindrucksvollen Oratorium L’ Enfance du Christ von Hector Berlioz, unter großem Publikumsinteresse aufgeführt vom Oratorien-Verein am 13.12.2015, musizieren wir am Palmsonntag 20.3.2016 die vertraute Fassung der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Die unterschiedlichen Fassungen der Jahre 1724 bis 1749 haben wir von 1985 an bereits unter Jörg Dobmeier aufgeführt.

Es beruht auf langer, barocker Tradition, in der Karwoche die Leidensgeschichte nach den vier Evangelisten vorzutragen. Die Karfreitagsvesper bildet den gottesdienstlichen Höhepunkt der Passionszeit, und sie war für J.S. Bach sicherlich auch das musikalische Hauptereignis innerhalb des Kirchenjahres. Unter Bachs Leipziger Amtsvorgänger Johann Kuhnau (1660–1722) war es von 1721 an üblich, in dieser Vesper eine musicirte Passion aufzuführen, den ersten Teil vor der Predigt, den zweiten Teil nach der Predigt, abwechselnd in einem Jahr in der Nikolaikirche, im anderen Jahr in der Thomaskirche. Wir wissen heute, dass Bach zwischen 1724 und 1730 diesen besonderen Tag zum Anlass für Aufführungen von oratorischen Passionen nach allen vier Evangelisten genommen hat, sei es in eigener oder fremder Komposition.

Im Nekrolog auf Joh. Seb. Bach vom Jahre 1754 lesen wir in der Rubrik: »Die ungedruckten Werke des seligen Bachs sind ungefehr folgende« unter »3) Fünf Paßionen, worunter eine zweychörige befindlich ist«. Letztere kann nur die Matthäus-Passion BWV 244 sein, musikalisch kennen wir noch die Johannes-Passion BWV 245. Von der Markus-Passion BWV 247 kennen wir zwar das gedruckte Textbuch zum 23.3.1731, aber keine einzige Note, die Lukas-Passion BWV 246 ist nur abschriftlich überliefert und sicher nicht von Bach komponiert, über die fünfte Passion wird heftig spekuliert.

Als Bach 1724 in Leipzig an seiner Johannes-Passion arbeitet, ist er etwa ein dreiviertel Jahr Thomaskantor und ›Director musices‹. Die Sonntage der beiden Fastenzeiten muss Bach nicht mit Figuralmusik versehen, d.h. drei Adventssonntage (2. – 4. Advent) und die sechs Sonntage der Passionszeit (vom Sonntag Invocavit bis zum Palmsonntag). Solche Zeiten nennt man tempora clausa (stille Zeiten), die Bach gut zu nutzen weiß, um in der Adventszeit die Figuralmusik für die drei Weihnachtsfesttage zu komponieren oder in der Fastenzeit die umfangreiche Passionsmusik und Kantaten für die sich anschließenden drei Osterfesttage.

Folgende drei Textebenen finden wir in Bachs Johannes-Passion:  Biblischer Bericht des Johannes Kap. 18,1–40 und 19,1–42. Schaut man in die Synopse des Passionsberichtes der vier Evangelien, so stellt man fest, dass Johannes mit seinem Bericht der einzelnen Szenen am spätesten einsetzt, nämlich erst bei der ›Gefangennahme Jesu‹. Der Text des Johannes-Evangeliums wird 24 Mal unterbrochen, kommentiert, reflektiert und eingerahmt durch zwölf Kirchenliedsätze und zwölf Chöre (Arien, Ariosi); madrigalische Texte, deren Autor wir nicht kennen. Sie lehnen sich z.T. an Dichtungen von B.H. Brockes, C.H. Postel, C. Weise u.a. an.

Es gibt weniger lyrisch betrachtende Arien als in der drei Jahre später entstandenen Matthäus-Passion, vereinfachend ausgedrückt: Die Johannes-Passion ist primär vom Bibeltext her gestaltet und dramatisch angelegt, die Matthäus-Passion eher von der betrachtenden Dichtung Picanders. In der Johannes-Passion sind 14 dramatische ›Turbae‹ (Volkschöre) paarweise komponiert, sie bilden den Kern der inneren Dramaturgie, dabei kommt es zu thematisch-motivischen Korrespondenzen und Symmetriebildungen, einem textlich-musikalischen Beziehungsgeflecht, das zu großer Vereinheitlichung der Passion führt.
                                                                                           Prof. Dr. Ulrich Prinz

 

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