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Mitgliederversammlung am 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Gemeindehaus am Blarerplatz

Neue Herausforderungen

Für das Konzertjahr 2016/17 konnte der 1. Vorsitzende Stefan Beck auf zwei erfolgreiche musikalische Projekte zurückblicken: das 17. Esslinger Forum für junge Solisten im November 2016 und das Puccini/Bizet-Konzert im Mai dieses Jahres, das eine gute Resonanz erfahren habe.
Bei dem gut besuchten Vereinsausflug nach Nürnberg im Juli habe man auf anderer Ebene zusammengefunden.

Ohne Kontinuität kein Erfolg: Für ihre 40-jährige und aktive Mitgliedschaft wurden drei Mitglieder geehrt: Ingrid Härlin aus dem Alt, Almut Prinz, bis vor kurzem Stimmführerin der 2. Geigen, und Prof. Ulrich Prinz, bis zum letzten Jahr Stimmführer der Cello-Gruppe.

   Jubilarin Haerlin Jubilarin A Prinz Jubilar U Prinz      Aufnahmen: L. Köllner

Als erfreulich bewertete Stefan Beck auch die finanzielle Lage des Vereins, wobei dies nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass auch derzeit große Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Finanzierung der Konzerte zu sichern. Eine wichtige Finanzierungsquelle seien inzwischen die Spenden aus den eigenen Reihen. Kostenreduzierend habe sich Jörg Dobmeiers vorausschauende Planung ausgewirkt und seine und Ulrich Prinz’ Aktivitäten bei der Vorbereitung der Drucksachen. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die Chormitglieder die Klavierauszüge für die Konzerte selbst bezahlen. Stefan Beck kam noch auf die in diesem Jahr geführte öffentliche Diskussion über die Zukunft des evangelischen Gemeindehauses zu sprechen: Zur Finanzierung der laufenden Kosten habe man eine Erhöhung der Nutzungsgebühren akzeptiert.

Auf die kommenden Projekte stimmte Jörg Dobmeier ein. Herzogenbergs „Die Geburt Christi“ im Dezember werde eine Freude für alle, C. P. E. Bachs „Matthäus-Passion“ im März 2018 eine Neuentdeckung. Für 2019 schlug er Mendelssohns „Lobgesang“ („für das Orchester anspruchsvoll und dankbar“) und J. S. Bachs „Weihnachts-Oratorium“ vor. Beide Projekte wurden angenommen.

Da die Finanzierung nun gesichert ist, ging Jörg Dobmeier ausführlich auf die Leonard Bernstein zum 100. Geburtstag gewidmete Forumswoche im November 2018 ein. Die Aufführung von Bernsteins „Mass“ werde eine künstlerische und organisatorische Herausforderung, ein schwieriges, aber überschaubares Unterfangen. Es seien vielerlei Solisten erforderlich und Spitzenleute bei den Bläsern. Der Chor des Oratorien-Vereins werde die klassisch-romantischen Oratorienteile übernehmen, die Rock- und Jazz-Teile andere. Eingeleitet werde die Woche mit den „Chichester Psalms“, die der Oratorien-Verein erst einmal aufgeführt hat.
E. Görg

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ORA zu Gast in der Oberesslinger Martinskirche

Am 15. Oktober 2017 waren Chor und Orchester erneut in der Oberesslinger Martinskirche zu Gast, wo sie im Gottesdienst mitwirkten und die anschließende Matinee gestalteten. Das Orchester spielte Kontrapunkt 1 und 4 – für Streichorchester eingerichtet – aus Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge BWV 1080. Durch das Orchester verstärkt, sang der Chor Johannes Brahms’ fünfstimmige Motette Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz op. 29/2. Gemeinsam musizierten sie auch Felix Mendelssohn Bartholdys Choralkantate Wer nur den lieben Gott lässt walten MWV A7. Elisa Freyer aus dem Sopran interpretierte darin mit schlanker Stimme die Sopranarie „Er kennt die rechten Freudenstunden“. Den Schlusschoral „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen“ sang die Gemeinde nach Jörg Dobmeiers Dirigat mit.
E. Görg

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Vorschau auf das Probenwochenende 2018 im Kloster Roggenburg

Merken Sie sich jetzt schon den Termin für das Probenwochenende vom 19. Oktober bis 21. Oktober 2018 vor. An diesem Termin wird intensiv für das Programm des FORUMS 2018 geprobt.

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ORA Probenwochenende vom 28. bis 30. April 2017 im Kloster Roggenburg

Zum dritten Mal konnten wir in dem für uns schon bekannten und liebgewonnenen Rahmen des Bildungszentrums vom Kloster Roggenburg unser Probenwochenende erleben.
Der Klostergarten wurde nochmals erweitert und wir konnten lustwandeln im Barockgarten und in einem Efeulabyrinth.

Kloster Roggenburg


Auf dem Probenprogramm standen Te Deum von George Bizet und die Messa di Gloria von Giacomo Puccini. Beides sollte im Mai 2017 aufgeführt werden. Die gemeinsamen Proben von Orchester und Chor brachten die vorher getrennt geübten Teile zusammen und intensivierten unsere Chor- und Orchesterarbeit.

Unser Chorleiter Jörg Dobmeier überraschte uns am Freitagabend mit Ausschnitten der Videodokumentation unserer Konzerte von 2016 und vom Forum für Junge Solisten 2016 von Elke Müllers Tochter. Sie hat diese Arbeit als Praktikumsarbeit erstellt.

Neben vielem Singen und Musizieren gab es freitags und samstags abends noch das gesellige Zusammensein mit vielen lustigen Gesprächen.

Skizzen und Text: Wolfgang Pfisterer

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Mitgliederversammlung 2016
Stolz über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres und ein ambitioniertes Unterfangen 2018

Mit Stolz könne man auf die musikalischen und Vereins-Aktivitäten im Vereinsjahr 2015/16 zurückblicken, meinte der 1. Vorsitzende Stefan Beck zu Beginn der Mitgliederversammlung am 22.November 2016: Im Dezember 2015 fand die fast ausverkaufte Aufführung von Hector Berlioz‘ L’Enfance du Christ statt, im März 2016 habe Bachs Johannes-Passion eine sehr gute Resonanz gefunden. Die Leistungen des Orchesters seien noch professioneller geworden. Das Orchesterjubiläum im Oktober 2016 mit ehemaligen Orchestermitgliedern und der umfangreichen Festschrift sei allen in guter Erinnerung. Fast schon zur Institution geworden sei das – mittlerweile in Roggenburg stattfindende – Probenwochenende. Weiter positiv zu vermelden sind neue Sänger im Chor und neue Spieler im Orchester.

Mit einer neuen farblichen Gestaltung – rot/grün, was den Esslinger Stadtfarben entspricht – habe die Außenwerbung ein neues Gesicht erhalten. Neu sei auch der Facebook-Auftritt. Die Vereinsausflüge – 2015 nach Konstanz und 2016 nach Bad Mergentheim – haben das Vereinsleben belebt. (Mit dem 22./23. Juli steht der Termin für 2017 auch schon fest.) Zwei weitere Nummern des ORA-Echos – von hoher Qualität – seien zu verzeichnen. Die Bereitschaft der Vereinsmitglieder zur Mitarbeit, vor allem beim gerade stattgefundenen 17. Esslinger Forum für junge Solisten, sei als seht hoch zu betrachten. Herrn Becks Dank ging auch an die großzügigen Spender unter den Sponsoren und Mitgliedern. Der Gesamtvorstand wurde einstimmig ohne Gegenstimmen entlastet.

In seinem Rückblick auf das 17. Forum hob der künstlerische Leiter Jörg Dobmeier hervor, dass die thematische Einbindung die richtige Orientierung gewesen und ein Alleinstellungsmerkmal sei. Er sei stolz auf zwei sehr gute, aussagestarke Konzerte mit Chor und Orchester, stolz auf hervorragende junge Leute und auf ein hervorragendes Kammerkonzert. Äußerst bedauerlich fand er die Kritikerbesprechung des Schlusskonzerts mit der Schöpfung, solch eine Kritik sei nicht akzeptabel. Diese Besprechung sei zu nichts zu gebrauchen, da die professionellen Leistungen nicht gewürdigt würden.

Für 2017 stehen im Mai mit Puccinis Messa di gloria und Bizets Te Deum zwei klangprächtige Werke auf dem Programm, im Dezember mit Herzogenbergs Die Geburt Christi schöne, innige Musik Die Termine für beide Konzerte mussten jeweils um eine Woche verschoben werden und sind nun endgültig: 20./21.05. und 16./17.12.2017.

In der Planung für das Kalenderjahr 2018 schlug Jörg Dobmeier für den Palmsonntag C. P. E. Bachs Matthäus-Passion vor. Es handele sich um ein Pasticcio, in dem der Sohn zu seinen eigenen Anteilen auch Stücke seines Vaters Johann Sebastian verwende. – Das 18. Forum im November 2018 sah er unter der übergeordneten Thematik „100. Geburtstag von Leonard Bernstein“. Für das Eröffnungskonzert kämen die Chichester Psalms in Frage, wobei der dafür notwendige Altus auch im Schlusskonzert singen und damit die Brücke schlagen würde. Für das Schlusskonzert schlug Jörg Dobmeier Bernsteins Mass vor, die er ausführlich vorstellte. Er wies darauf hin, dass es sich dabei um ein alles sprengendes Konzert handele: Es erfordere viele Ensembles (zusätzlich Knabenchor, Rockband, Streetchor, also diverse Gruppierungen junger Leute und verschiedene Instrumentengruppierungen) und viele, vor allem junge Solisten. Dies erfordere aber viele Vorgespräche mit verschiedenen Gruppierungen. Da es sich auch um eine finanziell große Angelegenheit handele, müssten zeitig Überlegungen über die Finanzierung angestellt werden. Die anschließende lebhafte Diskussion ging vor allem um die Rahmenbedingungen für solch ein Unterfangen. Generell war man sich einig, dass der Finanzschirm bis September 2017 geklärt sein müsse. Bei der Abstimmung für die Planung 2018 waren alle bis auf eine Enthaltung dafür.

E. Görg   

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Abschied nach über 30 Jahren Chormitgliedschaft

Frau Gerlinde Schwandt verabschiedete sich auf liebenswürdige Weise von Jörg Dobmeier, Frau Ingeburg Dobmeier und vom Chor bei ihrer letzten Probe im Oratorien-Verein am 12. April 2016. Über 30 Jahre lang sang sie im Sopran und hat keine Probe und kein Konzert ausgelassen. Wir wünschen Frau Schwandt, dass sie weiterhin gesund bleibe und die Konzerte des Ora besuchen und genießen kann.
L. Köllner

Abschied Schwandt

Aufnahme: Lutz Köllner

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Probenwochenende im Kloster Roggenburg im Februar 2016
Klosterimpressionen: Vom DeTe zum Zungen-RRRRRRRRRRRRR

Wieder war für eine Konzertvorbereitung Roggenburg angesagt, diesmal für die Johannes-Passion am Palmsonntag 2016.

Singen und Musizieren beflügelt, ist eine Seelennahrung für uns, doch um Inhalt und Text dem Zuhörer zu vermitteln, ist Artikulation gefragt. Darauf legt Jörg Dobmeier großen Wert - mit Erfolg - und ließ einzelne Passagen unzählige Male wiederholen, mit erheiternden und effektiven Übungen wie "Grüßen Sie Ihren Nachbarn", Galopprhythmus und immer wieder vom Dreck zum Zungen-R. Ja, den Schwaben ist dieses nicht gerade angeboren, sie müssen eben üben. Nicht zu vergessen all die anderen Konsonanten, die ihren Anspruch geltend machen und es sich im Ergebnis lohnt, dass sie überdeutlich gesprochen werden müssen, um verstanden zu werden. Diese Erfahrung hat sich nicht nur mir eingeprägt. Zuhörer haben uns das später bestätigt.

Kloster Roggenburg

Wir Choristen spüren deutlich, dass die Musik viel intensiver schwingt, wenn die Streicher dabei sind. Das Wahrnehmen der Bässe, die Sprünge der Cellisten, die Virtuosität der Geigen und Bratschen - es ist das Miteinander auf musikalischer Ebene und im Anschluss daran der persönliche Austausch am Abend, der uns zusammenführt und Gemeinsames entstehen lässt. Dies wird dann hör- und erfahrbar. Als Fazit wurde von einer produktiven Konzentration, vernehmbarer Prägnanz und vor allem einem stimmigen Beisammensein gesprochen.

Am Sonntag erwartete uns dann etwas Besonderes: Katharina P. hatte ihren 60. Geburtstag, der natürlich angemessen begangen wurde. Ihr glockenreines Koloraturlachen perlte durch die Feiernden, unterbrochen durch Tränen der Rührung beim von Jörg Dobmeier auf sie getexteten Mozart-Kanon und vor allem ausgelöst durch den überraschenden Besuch ihrer Kinder und Enkelkinder zum Sektempfang. Für uns eine Freude mitzuerleben, wie gestaltete Beziehung trägt, in jeder Hinsicht.

Das intensive Erleben eines Probenwochenendes stärkt uns in der Einigkeit, dass der Aufwand für die Durchführenden, Leitenden, Organisierenden immens und von Herzen zu bedanken ist, doch erfreulicherweise belohnt wird mit einem wohlklingenden Ergebnis, netten Begegnungen, tiefgehenden Erfahrungen und dem Gefühl, in dem Ganzen eingebettet und wirksam zu sein. So freuen wir uns auf weitere Klang- und Artikulationserfahrungen und gemeinsame Unternehmungen.

Auszug aus dem ORA-Echo Nr. 38, Text: Angelika Lohmann-Beutel, Skizze: Wolfgang Pfisterer    

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70 Jahre Ora-Orchester: Wiedersehen und Kennenlernen

Am Samstag, dem 17. Oktober 2015, fand ein Treffen im Gemeindehaus am Blarerplatz von jetzigen und ehemaligen Orchestermitgliedern anlässlich des Gründungsjubiläums des Orchesters 1945 statt.

     14.00 Uhr Eintreffen und Begrüßung der Mitglieder
     14.30 Uhr Kleiner offizieller Teil mit Musik und Reden
     15.30 Uhr Kaffee und Kuchen, Gespräche
     16.30 Uhr Gemeinsames Musizieren

Es ist nur wenigen Oratorienvereinen vergönnt, mit einem eigenen Orchester in so langer Tradition musizieren zu können. Herzlichen Glückwunsch und ein Willkommen den Orchestermitgliedern der ersten Stunde.

70 Jahre sind eine runde Zahl, Grund genug, sich der Anfänge des Orchesters im Jahr 1945 zu erinnern. Dazu waren aktive und ehemalige Mitglieder des Orchesters am Nachmittag des 17. Oktober ins Evangelische Gemeindehaus am Blarerplatz eingeladen. Im Vorfeld hatte Ulrich Prinz in diffiziler Detailarbeit derzeitige Adressen Ehemaliger ermittelt. So konnten über hundert Orchesterleute – die jetzigen Aktiven inklusive – angeschrieben werden. Das Echo dazu war überaus positiv, nur von wenigen Angeschriebenen kam keine Rückmeldung. Einige waren von weither angereist, für andere hingegen war es sozusagen nur ein Sprung um die Ecke innerhalb Esslingens oder über den Schurwald.

So stand am Beginn des Nachmittags erst einmal ein ausgiebiges Begrüßen, Wiedersehen und Kennenlernen, so ausgiebig, dass ausdrücklich auf die Plätze gerufen werden musste. Dahin begaben sich jedoch alle gerne – war die in herbstlichen Farben aus dem Garten Prinz geschmückte Kaffeetafel doch überaus einladend, das Kuchenbüffet übrigens auch. Für ein Orchestertreffen selbstverständlich, gab es eine musikalische Einleitung, das „Andante festivo für Streicher G-Dur op. 117a“ von Jean Sibelius, gespielt von den jetzt Aktiven unter Jörg Dobmeiers Leitung.

Als dienstältestes aktives Orchestermitglied (am Cello seit 1954) begrüßte Ulrich Prinz die Festversammlung. Er berichtete über die Aktivitäten des Vereins auch hinter den Kulissen: die Archivierung der Vereins-und Konzertunterlagen, die Festschrift zum Jubiläum 2001 und nicht zuletzt die 60-seitige Sondernummer des ORA-Echos zum Orchesterjubiläum, das „ORA-Echo Extra“, in dem danach alle blättern konnten.

Den ersten Teil beschloss Händels „Concerto grosso Nr. 15 a-Moll op. 6 Nr. 4“ mit Ulrike Dobmeier und Sabine Denk an den Soloviolinen und Ulrich Prinz am Solocello.

70 Jahre Orchester 2015

Aufnahme Ingeburg Dobmeier

In der Kaffeepause ließ der neue 1. Vorsitzende Stefan Beck es sich nicht nehmen, alle nochmals willkommen zu heißen. Dabei betonte er, dass das Orchester sozusagen die Lebensversicherung des ORA und sein Alleinstellungsmerkmal sei – ohne das Orchester und sein Engagement sei es nicht möglich, pro Jahr zwei große Konzerte zu realisieren. Diesem Dank schloss Jörg Dobmeier sich an: an alle Orchesterleute, aber besonders an Ulrich Prinz, nicht zuletzt auch wegen der hervorragenden Redaktion der Konzertprogramme. Im Namen des Orchesters gab Ulrich Prinz den Dank an Jörg Dobmeier zurück für seine inzwischen mehr als 30-jährige inspirierende Tätigkeit als Dirigent.

Der zweite musikalische Teil sah mehr Orchestermitglieder als Zuhörer, saßen beim „Prima-Vista-Musizieren“ doch mehr Personen hinter den Pulten als davor. Viele der Ehemaligen hatten ihr Instrument mitgebracht, und am ersten Cello überließ Ulrich Prinz seinen Platz der ehemaligen ersten Cellistin Mechthild Lamprecht. Diese hatte bereits 1959 die Cellogruppe angeführt, wie aus einem wiedergefundenen Foto hervorging. Was für ein Sound:
Mit fünf Celli, zwei Kontrabässen und einem Fagott hatte Händels „Concerto grosso d-Moll op. 3 Nr. 5“ eine sonore Bassgrundierung. Bachs „Konzert für zwei Violinen und Streicher d-Moll BWV 1043“ dirigierte Jörg Dobmeier vom Klavier aus, an den Soloviolinen wetteiferten Ulrike Dobmeier und Ruth Paxson, die jetzige und die ehemalige langjährige Konzertmeisterin des ORA-Orchesters. Und weil es allen so viel Spaß machte, spielten alle zusammen noch einmal den Sibelius vom Anfang.

Elisabeth Görg

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ORA-Chor bei „stadt im fluss“: Afrika, mon amour

Zum ersten Mal nahm der Oratorien-Verein an dem Esslinger Kulturfest „stadt im fluss“ teil, das dieses Jahr vom 2. bis zum 4. Oktober stattfand. Daran waren neben städtischen und freien Kultureinrichtungen und freien Künstlern und Künstlerinnen auch Esslinger Vereine beteiligt, „um über Stadt und Gesellschaft künstlerisch zu reflektieren“, wie es OB Zieger in seinem Grußwort formulierte. Unter dem diesjährigen Motto „Die unsichtbare Stadt“ gab es – neben vielen anderen Aktionen – die „theaterräume“: sechs feste Theaterstationen und drei Theatertrips.

 

Stadt im Fluss 2015

Eine der Theaterstationen war der Ehrenhof des Esslinger Amtsgerichts, bespielt vom Chor des Oratorien-Vereins und der Schauspielerin Ida Kassiekpo Ouhé-Schmidt.
Für die knapp zwanzigminütige kleine Szene „Afrika mon amour“ hatte Tilman Heiland, Esslinger Musiker und Musiklehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium, auf einen abgewandelten Text aus dem Hohenlied Salomonis einen bis zu achtstimmigen Afrika-Hymnus komponiert, das „Canticum Africae“ – eine eingängige, süffige, aber nicht simple Musik mit schönen gewohnten, aber auch wunderbar dissonant schwebenden Harmonien. Die Einstudierung der Musik war die eine Sache, die theatralische Umsetzung der Konzeption des Stuttgarter Regisseurs Wilfried Alt die nächste.

 

Stadt im Fluss 2015

Ausgangspunkt der Szene war eine fiktive Chorprobe des „Canticum Africae“, dessen gut gemeinte antirassistische Darbietung von einer Schwarzafrikanerin aufs Korn genommen wird. Hier hatte der Chor mehr zu tun als „nur“ zu singen. Er wurde selbst zum Agierenden und Reagierenden, ebenso Jörg Dobmeier in seiner Rolle als fiktiver und tatsächlicher Dirigent. Je sechsmal am Freitag- und am Samstagabend ging „Afrika, mon amour“ über die Bühne. Sechsmal das Gleiche an einem Abend, da waren Ausdauer und Konzentration gefragt. Das immer wieder wechselnde Publikum ging jedes Mal gespannt mit und spendete reichlich Applaus, der Komponist beglückwünschte den Chor zu seiner Leistung.

Aufnahmen Nikola Buhl, Text Elisabeth Görg  

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Mitgliederversammlung 2015

Da das Vereinsjahr nicht mit dem Kalenderjahr zusammenfällt, fand am letzten Dienstag im September die Mitgliederversammlung für das Vereinsjahr 2014/15 statt. (Dieser Termin für die Nicht-Forums-Jahre war in der letzten Mitgliederversammlung festgelegt worden.) Der 1. Vorsitzende Dr. Sauer konnte über ein beachtliches Engagement in diesem Zeitraum berichten: die Forumswoche 2014 mit einem interessanten Programm und der Gounod-Messe zum Abschluss und die großartige Aufführung von Mendelssohns „Paulus“ im Mai dieses Jahres; dann die Beteiligung beim letztjährigen großen Trimum-Konzert und die Mitwirkung eines kleinen Chores, ebenfalls im Trimum-Rahmen, während des diesjährigen Evangelischen Kirchentages in Stuttgart. Dazu kamen die musikalische Begleitung zweier Beerdigungen sowie die Feier von Herrn Schwesigs achtzigstem Geburtstag. Besonderen Nachdruck legte Dr. Sauer auf die Bedeutung des Probenwochenendes für denPaulus“ in Roggenburg. Ein solch kompaktes Proben außerhalb habe für den Vereinszusammenhalt eine größere Wirkung als ein Proben in Esslingen.

Nach 20 Jahren im Amt, zu Anfang noch als „Kassenwalter“, gibt Herr Dr. Weller dieses Amt ab, laut der neuesten Vereinssatzung als „Schatzmeister“. Als ein solcher habe er sich, wie Dr. Sauer in seiner Dankesrede meinte, auch erwiesen, denn er habe die Kasse des Ora wie einen Schatz gehütet: „Ich kenne keinen Mediziner, der sich so wie er mit Zahlen angefreundet hat.“ Dr. Weller sei immer auf der Höhe der Materie geblieben. Dr. Sauer dankte auch Frau Maimer, die sich als Nachfolgerin bereit erklärt habe.

Dr. Sauer selbst gibt den Vorsitz nach drei Jahren wieder ab. Stefan Beck dankte ihm für seine Tätigkeit in einer schwierigen Zeit, in der der Mainstream dem kulturellen Engagement des Oratorien-Vereins zuwiderlaufe. In seinem Schlusswort meinte Dr. Sauer, er sei sich bewusst, dass er ein unbequemer Vorsitzender gewesen sei, aber es sei ihm immer um die Sache gegangen. In der derzeitigen Lage stelle sich die Frage, ob es den Ora in zehn Jahren noch gebe. Es bedürfe des Engagements für neue Mitglieder, auch sei ein personeller Umbruch nötig.

Für Dr. Sauers Nachfolge erklärte sich Stefan Beck bereit. Als neue zweite Vorsitzende wurde Margitta Weidt vorgeschlagen. Der neue Vorstand (Stefan Beck, Margitta Weidt und Ursula Maimer) wurde einstimmig gewählt, ebenso der Ausschuss, dessen bisherige Mitglieder (Michael Blosen, Elisabeth Görg, Ingrid Härlin, Helga Lerm, Lisa Pramstaller, Ulrich Prinz und Alfred Zeller) sich zur Wiederwahl gestellt hatten. Das Konzertsekretariat wird Frau Lange bis auf weiteres managen.

Neuer und alter Vorstand 2015

Alter und neuer Vorstand: von links Dr. Theo Sauer, Dr. Reinhard Weller, Margitta Weidt, Ursula Maimer, Stefan Beck,
Aufnahme Lutz Köllner

Spannende Vorschläge hatte Jörg Dobmeier, der künstlerische Leiter des Oratorien-Vereins, für die inhaltliche Gestaltung des Forums im Jahr 2016 bereit: Das Thema „Schöpfung“ soll nicht nur musikalisch mit Haydns „Schöpfung“ angegangen werden, sondern auch von der philosophischen, theologischen und naturwissenschaftlichen Seite her. Alle Anwesenden forderte er auf, sich über die Ausgestaltung Gedanken zu machen. Auch für 2017 sind schon Pläne da: für das Frühjahrskonzert die Kombination von Puccinis „Messa di gloria“ und Bizets „Te Deum“ und für die Adventszeit Heinrich von Herzogenbergs „Geburt Christi“. Dies sei ein ganz besonderes Werk, erläuterte Jörg Dobmeier, denn hier werde auch die Gemeinde mit einbezogen. Alle Vorschläge wurden einstimmig angenommen. Zum Schluss konnte Prof. Prinz über die gut voranschreitenden Aktivitäten zum 70-jährigen Bestehen des Ora-Orchesters berichten.

Elisabeth Görg

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Probenwochenende 24.-26. April 2015 auf der Roggenburg:
Arbeit am Feinschliff für die Aufführung des „Paulus“ am 10. Mai 2015

Das Ziel war nicht zu verfehlen. Die barocken Zwiebeltürme der Roggenburger Kirche waren die Wegweiser zum Bildungszentrum, in dem Chor und Orchester des Oratorien-Vereins ein langes Probenwochenende verbringen wollten.
Unter Jörg Dobmeiers Leitung wurde am Feinschliff für die Aufführung von Mendelssohns „Paulus“ am 10. Mai in der Stadtkirche gearbeitet. Es war die erste Gelegenheit für Chor und Orchester, miteinander die vielen Chöre und Choräle zu üben, mit denen Felix Mendelssohn Bartholdy sein erstes Oratorium ausgestattet hat.

Skizze Kloster Roggenburg
Skizze von Chormitglied Wolfgang Pfisterer

Das Bildungszentrum des wieder von Prämonstratensern besiedelten Klosters bot dazu die besten Voraussetzungen. Probenraum war reichlich vorhanden, und für Unterbringung und Verköstigung war auch gut gesorgt. Damit war der Rahmen für intensives Arbeiten gegeben: Gleich am Freitagabend war die erste Probe angesetzt. Am arbeitsreichen Samstag wurde konzentriert geprobt, selbst vor dem geselligen Beisammensein am Abend fand noch eine intensive Probenrunde statt. Für den Chor stand außerdem gründliches Stimmtraining auf dem Programm. Bei allem waren Konzentration und Einsatz gefordert, und es zeigte sich wieder einmal, dass intensives Musizieren die Geister belebt.
Am Sonntagmorgen bestand dann die Gelegenheit, drei der feinpolierten Chöre in die Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der beeindruckenden Klosterkirche einzubringen. Alle waren gespannt, wie Chor und Orchester in dem hohen Raum der Rokokokirche klingen würden, und alle waren sich einig: Es klang grandios. Das bezeugte auch der Beifall der Gemeinde nach dem Gottesdienst. Aber erst nach einer weiteren Probe nach dem Mittagessen machte man sich auf den Heimweg. Alle waren überzeugt: Hier wollen wir wieder herkommen. (Görg/Buhl).

Gottesdienst Kloster Roggenburg

Teilnahme am Gottesdienst in der Klosterkirche Roggenburg
Aufnahme Jürgen Hudelmayer


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Sonnhild Beyer und Pia Glang, Bundespreisträgerinnnen "Jugend musiziert 2014" im Sologesang

Preisträgerinnen-Sologesang

Die stolzen Preisträgerinnen werden in der Oraprobe im Dezember 2014 gewürdigt.

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Mitgliederversammlung 2014
Eine Aufführung in drei Akten

Eine Vereinsversammlung in drei Akten war es dieses Mal, mit einer Steigerung bis zum Schlussakt hin. Akt 1 war die pflichtgemäße Jahresversammlung. Neben dem Rückblick auf die musikalischen Ereignisse des Konzertjahres 2013/14 – die „Sonnengesang“-Vertonung durch Dag Metzger, die Aufführung der „Magnificat“-Vertonungen von Vater und Sohn Bach vor Weihnachten und Carl Heinrich Grauns Passion-Cantate „Der Tod Jesu“ am Palmsonntag – ging der 1. Vorsitzende Dr. Theo Sauer auch auf die diversen Vereinsaktivitäten ein: die Kranzniederlegung und den Gedenkgottesdienst anlässlich des 100. Geburtstags von Hans Arnold Metzger, welcher Chor und Orchester nach dem Krieg 32 Jahre lang leitete; die Übergabe des ORA-Archivs an das Stadtarchiv; in Vorbereitung der Graun-Aufführung das Probenwochenende auf der Kapfenburg; die Feier des 60. Geburtstags des musikalischen Leiters Jörg Dobmeier; das Geburtstagsständchen für eine Sponsorin; den zweitägigen Vereinsausflug nach Metz. Nicht zuletzt ging Dr. Sauers Dank an Jörg Dobmeier für das soeben abgeschlossene „16. Esslinger Forum für junge Solisten“ sowie an alle organisatorisch daran Beteiligten: die Frauen bekamen eine Rose, die Männer eine Flasche Bordeaux.

Die als nächstes anstehenden Konzerte erläuterte Jörg Dobmeier. Für 2015 sind sie schon beschlossen: Mendelssohns „Paulus“ im Mai und vor Weihnachten „L’Enfance du Christ“ von Hector Berlioz. Für 2016 wird am Palmsonntag eine noch nicht vom Verein aufgeführte Version von Bachs „Johannes-Passion“ anvisiert, für das Forum im November 2016 sind die inhaltlichen Überlegungen noch nicht abgeschlossen. Diese Vorschläge wurden fast einstimmig angenommen. 2017 finden die Konzerte im bisherigen Turnus im Mai und am 3. Advent statt, Vorschläge dazu wurden noch nicht gemacht.

Im Hinblick auf das Jahr 2015 wies Prof. Ulrich Prinz darauf hin, dass zwei Jubiläen zu feiern seien, die zusammen 100 ergeben: 70 Jahre Orchester und 30 Jahre Jörg Dobmeier als musikalischer Leiter. Für das Orchesterjubiläum schlug er vor, alle Ehemaligen zum Weihnachtskonzert einzuladen und bat darum, deren derzeitige Adressen dem Verein mitzuteilen. Dr. Sauer betonte, dass ein Verein mit Chor und Orchester ein Alleinstellungsmerkmal sei und dass bei dieser Gelegenheit das Orchester besonders hervorgehoben werden sollte.
Eine Personalie stand noch zur Diskussion: Für den ausgeschiedenen Dieter Fingerle wurde Dag Metzger in den Ausschuss gewählt. Und eine Datumsfestlegung wurde beschlossen: in ungeraden Jahren, also den Jahren mit Dezember-Konzert, findet die Mitgliederversammlung am letzten Dienstag im September statt.

Gratulation für Herrn Schwesig

Die Kür in Akt 2 war die Gratulation an den früheren 1. Vorsitzenden Martin Schwesig zu seinem 80. Geburtstag. Nach der Würdigung durch Dr. Sauer, der Schwesigs Engagement und unermüdlichen Einsatz für den Verein hervorhob, gab es Präsente und ein kleines Geburtstagskonzert. Das Orchester steuerte dazu Jean Sibelius’ „Andante festivo für Streicher“ bei, Chor und Orchester boten gemeinsam den Bach-Choral „Jesus bleibet meine Freude“ dar. In spanische Gefilde führten Elisa Freier und Pia Glang aus dem Sopran im Duett mit „El desdichado“ von Camille Saint-Saëns. Nach einer Stepptanzeinlage von Manfred Zick und einem temperamentvollen Csárdás des Orchesters mit Ulrike Dobmeier als Solistin, leitete der Chor mit Haydns „Wasser machet stumm“ zum 3. Akt über.

Dieser braucht am wenigsten Beschreibung. Ein reichhaltiges Büffet erwartete die Anwesenden, vor- und zubereitet von zahlreichen Vereinsmitgliedern. Dass zum Schluss fast nichts mehr übrig blieb, lag nicht daran, dass es nicht genug gewesen wäre, sondern dass den vielfältigen rezenten und süßen Gerichten reichlich zugesprochen wurde. Wobei sich alle ausgezeichnet unterhielten.

Elisabeth Görg   

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Ständchen des Oratorienvereins zum 80. Geburtstag von Martin Schwesig

Fast dreißig Jahre lang war Martin Schwesig 1. Vorsitzender des Oratorien-Vereins Esslingen. Dies war ein zusätzlicher Grund zu einem überraschenden Ständchen an seinem Geburtstag Anfang November im Kreise seiner Familie. Unter Leitung von Jörg Dobmeier ließen die Chorsänger und Sängerinnen den Jubilar musikalisch hochleben. Vorstand Dr. Theo Sauer überreichte ein Geburtstagsgeschenk. Ein Dankeschön ging auch an Frau Schwesig, die ihren Mann immer treu unterstützte. Eine kleine Feier in der Mitgliederversammlung Ende November 2014 wird dem Jubilar gewidmet sein.

Staendchen für Herrn Schwesig
Ständchen für Herrn Schwesig zum 80. Geburtstag
Aufnahme: Lutz Köllner

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Geburtstagsständchen zum 60. Geburtstag von Ingeburg Dobmeier

Am Dienstag, den 29. April 2014 überraschte der Chor Frau Dobmeier mit einem Ständchen zum 60. Geburtstag. Frau Dobmeier sorgt seit vielen Jahren jede Woche für die Stimmbildung des Chores. Mit immer neuen Einfällen und Erkenntnissen bis hin zur Anatomie der Stimmlippen und des Brustkorbes verbessert sie das Stimmenpotential der Sängerinnen und Sänger. Aus ihrer Schule sind schon viele junge Talente zu ersten Preisen bei "Jugend musiziert" gekommen und manch eine Schülerin hat den Sologesang zu ihrem Beruf gemacht.
L.Köllner

Staendchen Blarer-Gemeindehaus
Ständchen für Frau Ingeburg Dobmeier zum 60. Geburtstag
Aufnahme: Lutz Köllner


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Geburtstagsparty zu Jörg Dobmeiers 60. mit Chor und Orchester

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – das war die Devise für die Musiker und Sänger bei der Orchesterprobe kurz vor der Aufführung von Carl Heinrich Grauns Passions-Cantate „Der Tod Jesu“. Allerdings war die „Arbeit“ leicht zu bewältigen, denn das intensive Probenwochenende auf Schloss Kapfenburg zehn Tage zuvor hatte dafür gesorgt, dass Einsätze, Tongebung und Dynamik des Stücks nur noch einmal in Erinnerung gerufen werden mussten. So konnte man sich nach einer Stunde Probe dem Vergnügen widmen, nämlich der Feier des 60. Geburtstags des künstlerischen Leiters Jörg Dobmeiers.

Man kann es Pech oder Glück nennen, wenn die runden Geburtstage mit einer beruflichen Verpflichtung kollidieren oder zusammenfallen. Für Jörg Dobmeier war dies beim 50. und nun wieder beim 60. der Fall, und der Verein setzte seinen Ehrgeiz darein, seinem künstlerischen Leiter zu Ehren im Anschluss an die kurze Probe eine Party mit Gratulation, musikalischen Darbietungen und einem reichhaltigen kalten Buffet zu veranstalten. Da zum Musizieren alle, Chor und Orchester, beisammen waren, gab es zuerst eine Aufführung umgetexteter Teile aus der Graun-Cantate, von Dag Metzger eingerichtet und dirigiert und mit viel Verve vorgetragen. In seiner Laudatio hob der 1. Vorsitzende Dr. Theo Sauer Jörg Dobmeiers Engagement hervor. Mit großer Überzeugung gebe er die musikalische Flamme weiter und überzeuge mit Gelassenheit, Integrations- und Motivationskraft. Im  Verein genieße Jörg Dobmeier allgemeine Verehrung, er sei eine Instanz und ein Glücksfall. Das Ganze krönte Sauer mit einem selbstverfassten Gedicht.

Zu dem Buffet hatten zahlreiche Vereinsmitglieder selbst zubereitete Gerichte beigesteuert, die nicht wohlschmeckender und vielfältiger hätten sein können. Während des Schmausens gab es eine weitere musikalische Darbietung: Die Streicher präsentierten als Stehorchester das Jazzstück „The Typewriter“, bei dem Sauer als alter Jazzer es sich nicht nehmen ließ, selbst die Schreibmaschine zu spielen.

Ein Geburtstagspräsent gab es für Jörg Dobmeier natürlich auch: einen Wochenendaufenthalt für zwei Personen in einem ausgesucht schönen und vor allem schön gelegenen Hotel zur Erholung, dazu eine Kopie des Konzertbuches des Vereins mit Aufführungen unter Dobmeiers Leitung über praktisch 30 Jahre, denn seit Anfang 1985 hält Jörg Dobmeier die musikalischen Zügel des Oratorien-Vereins Esslingen in der Hand.

Elisabeth Görg     

Staendchen am Morgen

Der frühere 1. Vorsitzende Martin Schwesig und der jetzige 1. Vorsitzende Dr. Theo Sauer prosten Jörg Dobmeier zu.
Aufnahme: Jürgen Hudelmayer

Geburtstagsständchen zum 60. Geburtstag von Jörg Dobmeier

Am Dienstag, den 4. April 2014 brachte ein Teil des Männerchors des Ora morgens in der Früh Jörg Dobmeier zuhause ein
Ständchen zum 60. Geburtstag dar. Die Komposition von Variationen Graunscher Choräle besorgte Dag Metzger,
der auch den Chor leitete. Der erste Vorsitzende Dr. Theo Sauer überbrachte dabei die Glückwünsche des Vereins.

Lutz Köllner    

Staendchen am Morgen
Ständchen für Jörg Dobmeier zum 60. Geburtstag
Aufnahme: Dr. Theo Sauer

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Probenwochenende für das Graun-Konzert mit Chor und Orchester
auf der Kapfenburg März 2014

Von Freitag, den 28. März, bis Sonntag , den 30. März 2014 verbrachten Chor- und Orchestermitglieder bei sonnigem Frühlingswetter ein intensives Probenwochenende auf der Kapfenburg bei Lauchheim. Unter Leitung von Jörg Dobmeier wurden die Chöre des Oratoriums "Der Tod Jesu Christi" von Carl Heinrich Graun aus dem Jahre 1755 einstudiert. Professor Ulrich Prinz hatte das Probenwochenende minutiös vorbereitet, bis hin zu Kaffee und Kuchen in den Probenpausen.
In dem wunderschönen Ambiente des Fürstensaals und der angrenzenden Fürstenzimmer war die Probenarbeit für Chor und Orchester ein Vergnügen, wenn auch hart mit Frau Dobmeier an der Stimmbildung gearbeitet wurde. Speis und Trank, sowie die Darbietungen eines Bunten Abends am Samstag unterbrachen die Arbeit auf angenehme Weise. Vorstand Dr. Theo Sauer überzeugte sich vom Fortschritt der Arbeit. Alle Teilnehmer sind wohlbehalten, nach einer Fahrt durch das aufblühende Remstal, zuhause angekommen.

Lutz Köllner    

Skizze Pfisterer Probe im Fürstensaal
Skizze zur Probe im Fürstensaal der Kapfenburg von Wolfang Pfisterer


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Archiv des Oratorienvereins

Eßlinger Zeitung   Freitag, 31. Januar 2014  ·  Seite 11

Historische Quellen vorbildlich geordnet

ESSLINGEN: Oratorien-Verein übergibt seine Dokumente zur Aufbewahrung und für
Forschungszwecke ans Stadtarchiv

Damit lässt sich arbeiten: Archivarin Ursula Kümmel ist begeistert vom bestens geordneten Archivgut, das ihr Ulrich Prinz übergibt.Foto: Bulgrin
Damit lässt sich arbeiten: Archivarin Ursula Kümmel ist begeistert vom
bestens geordneten Archivgut, das ihr Ulrich Prinz übergibt.
Foto: Bulgrin

Der Oratorien-Verein Esslingen, der heuer auf seine gut 170-jährige Geschichte zurückblickt, ist der wohl älteste gemischte Chor der Stadt Esslingen. Damit Protokollbücher, Akten, Festschriften, Handzettel, Plakate und vieles mehr erhalten bleiben, übergab der Verein jetzt den vorbildlich geordneten historischen Bestand ans Esslinger Stadtarchiv. Dort ist man froh über die Quellen, die nicht nur ein Stück Esslinger Musikgeschichte widerspiegeln.
Von Dagmar Weinberg

„Wenn alle Vereine so vorbildlich mit ihren historischen Akten umgehen würden wie der Oratorien-Verein, dann wären wir sehr glücklich“, lobt der Chef des Stadtarchivs Joachim Halbekann, als Professor Ulrich Prinz gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern insgesamt 23 graue Boxen ins Archiv bringt. „Unser Verein ist mindestens 170 Jahre alt und da ist es wichtig, dass die Quellen nicht irgendwo verstreut sind, sondern sicher im Stadtarchiv verwahrt werden“, macht Ulrich Prinz deutlich, der sich seit vielen Jahren um das Archiv des Oratorien-Vereins verdient gemacht hat. Schon im Jahr 2002 hatte der Oratorien-Verein mit dem Stadtarchiv einen sogenannten Depositalvertrag geschlossen. Durch den Vertrag bleibt das Archivgut zwar im Vereinsbesitz, wird der Öffentlichkeit aber für Forschungszwecke zugänglich gemacht. Zudem war es Ulrich Prinz wichtig, dass die historischen Quellen der Nachwelt erhalten bleiben, falls sich der Verein eines Tages auflösen sollte. Bevor man die Dokumente aber übergeben konnte, mussten die an verschiedenen Stellen verwahrten Archivalien - unter anderem handschriftliche Chroniken, Konzertbücher, Satzungen, Handzettel sowie Orden und Ehrenzeichen - erst einmal zusammengeführt, von sämtlichen Plastikhüllen befreit und nach „archivalischen Gesichtspunkten“ aufgearbeitet werden. Chormitglieder übernahmen damals ehrenamtlich die Aufgabe, unter anderem die mehr als 900 noch erhaltenen Konzertprogramme zu digitalisieren und chronologisch zu ordnen. Hernach wurde dann alles in säurefreie Boxen verpackt. 15 der fein säuberlich beschrifteten, grauen Archivboxen hat der Oratorien-Verein schon Ende 2011 ans Esslinger Stadtarchiv übergeben. In einem zweiten Schritt nahmen sich Mitglieder des traditionsreichen Vereins anschließend der Verwaltungsakten, die unter anderem in 55 Aktenordnern abgelegt worden waren, sowie weiterer Schriftstücke an.

Vom Metall befreit

„Wir haben all diese Leitzordner zerlegt und den Inhalt erst einmal, um die Rostgefahr zu bannen, von jeglichem Metall befreit“, erklärt Ulrich Prinz das aufwendige Verfahren. Zudem wurde der Inhalt systematisch erfasst und mit Hilfe von Registern chronologisch geordnet. „Nur so konnten Dubletten eliminiert und der Gesamtbestand ohne Datenverlust reduziert werden.“ Die gelochten Akten sind jetzt durch Schnüre zusammengehalten. „Das erlaubt ein Blättern und verhindert Chaos.“ In den nun übergebenen, fein säuberlich beschrifteten Boxen, die die Nummern 16 bis 38 tragen, findet man nicht nur Protokolle von Vorstands-, Ausschuss- und Mitgliederversammlungen sowie allgemeinen Schriftverkehr, sondern auch Briefe, Fotos, Unterlagen über Konzertreisen, das Forum junger Solisten und vieles mehr.
„Wir können natürlich nicht alle Vereinsarchive beherbergen“, macht Joachim Halbekann deutlich. Doch gebe es „Leitvereine und Leitbranchen, wozu in Esslingen ohne Frage die Musik gehört“, an denen ein großes Interesse bestehe. Schließlich sind Archive wie das des Oratorien-Vereins nicht nur Beleg für das rege Vereinsleben in der Stadt. „Sie dokumentieren immer auch ein Stück Esslinger Kultur- und Sozialgeschichte“, unterstreicht der Archivleiter.


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Mitgliederversammlung 2013

Die Mitgliederversammlung 2013 fand am 17.12.2013 um 19.30 Uhr im Evang. Gemendehaus am Blarerplatz mit folgender Tagesordnung statt:

  1. Begrüßung und Geschäftsbericht
  2. Rechnungsbericht des Schatzmeisters
  3. Bericht der Kassenprüfer
  4. Entlastung des Vorstandes
  5. Konzertplanung 2014 und Genehmigung
  6. Diskussion über "Wo steht der Verein?"
  7. Verschiedenes.

Auch wenn es in der Mitgliederversammlung um das Vereinsjahr 2012/13 ging, ließ der 1. Vorsitzende Dr. Sauer es sich nicht nehmen, die Aktivitäten des Vereins im Kalenderjahr 2013 Revue passieren zu lassen: die Aufführung von Schuberts Messe As-Dur am 5. Mai, die Uraufführung der Neuvertonung des „Sonnengesangs“ des Franz von Assisi durch Dag Metzger am 17. November, die Kranzniederlegung am Grab des langjährigen musikalischen Leiters Hans Arnold Metzger zu seinem 100. Geburtstag am 5. Dezember und den Gedenkgottesdienst für Hans Arnold Metzger am 8. Dezember, schließlich die Aufführung der Magnifikat-Vertonungen von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach am 15. Dezember. Den guten Besuch dieses Konzerts hob Dr. Sauer lobend hervor. An Jörg Dobmeier ging sein Kompliment und besonderer Dank für die musikalische Leistung.

Die wirtschaftlichen Aspekte des Konzertjahres 2012/13 beleuchtete Schatzmeister Dr. Weller: Die Konzertwoche des FORUMS 2012 habe insgesamt zu einem Defizit geführt, das aber ausgeglichen werden konnte. Vorstand und Schatzmeister wurden einstimmig ohne Gegenstimmen entlastet.

Schwerpunkt Frankreich
Wie es 2014 beim 16. ESSLINGER FORUM FÜR JUNGE SOLISTEN mit dem Schwerpunkt Frankreich weitergehen wird, erläuterte Jörg Dobmeier. Die Kooperationen mit Stunde der Kirchenmusik (Samstag), Städtischer Musikschule (Montag) und der Kreissparkasse (Donnerstag) werden weitergeführt. Für das Wochenmittekonzert schlug er eine Kombination von Kulinarik und Musik vor: ein Menu, bei dem jeder Gang musikalisch umrahmt würde von ausgewählten Musikdarbietungen junger Solisten des FORUMS. Das Freitagskonzert im Kaisersaal des Amtsgerichts soll vom Studiochor der Musikhochschule mit französischer Chormusik aus mehreren Jahrhunderten gestaltet und die „Cäcilienmesse“ von Gounod im Schlusskonzert durch ein Orgelwerk eines französischen Komponisten ergänzt werden. Diese Vorschläge fanden einstimmige Zustimmung.

Sehr lebhaft wurde die Diskussion bei dem Punkt „Wo steht der Verein?“ Dazu stellte Dr. Sauer zwei Leitfragen: Wie lassen sich neue Mitglieder gewinnen? Und: Wie kann sich der Verein in andere Bereiche öffnen? In einem Punkt gab es einen quasi allgemeinen Konsens: die Möglichkeit für Jüngere, projektweise mitzumachen, auch durch direkte Ansprache oder auch durch Annoncieren. Bei allen organisatorischen Maßnahmen betonte Jörg Dobmeier, dass eine Bindung nur über die eigene Begeisterung möglich sei. Der ORA pflege ein kostbares Kulturgut; junge Leute müssten mit tollen Werken begeistert werden, es gelte, diese Flamme der Begeisterung zu entfachen.

Schließlich berichtete Prof. Prinz, dass das inzwischen geordnete ORA-Archiv im Januar 2014 mit einem Depositatvertrag an das Stadtarchiv übergeben wird. Für die Archivarbeit werde nun ein Nachfolger gesucht.

Elisabeth Görg     

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Mitgliederversammlung 2012

Die Mitgliederversammlung fand am Dienstag, den 20. November 2012, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen statt.

Es sei eine außerordentliche FORUMS-Woche gewesen mit einer geschlossenen Programmplanung und einem phänomenalen Abschlusskonzert, worauf der Verein stolz sein könne, resümierte der 1. Vorsitzende des Oratorien-Vereins Martin Schwesig das 15. Esslinger Forum für junge Solisten zu Beginn der diesjährigen Mitgliederversammlung. Zugleich gab er im Verein mit Schatzmeister Dr. Reinhard Weller Rechenschaft für das Konzertjahr 2011/12, das durch das Risiko mit Frank Martins „Et in terra pax “ ein leichtes Defizit ergeben hat. Jörg Dobmeier, der künstlerische Leiter des Vereins, unterstrich im Rückblick auf das Forum mit der gelungenen Aufführung des „Buchs mir sieben Siegeln“ den kulturellen Wert der Arbeit des Oratorien-Vereins, in der sich immer wieder herausstelle, dass große Musik im wahrsten Sinne des Wortes ein „Lebensmittel“ sei. Im Ausblick auf 2013 stellte er Franz Schuberts Messe As-Dur vor und die Magnificat-Vertonungen von Johann Sebastian Bach und seinem Sohn Carl Philipp Emanuel. Das 16. Esslinger Forum 2014 wird sich mit französischer Musik beschäftigen und dabei Charles Gounods Cäcilien-Messe als Hauptwerk bringen.

Turnusgemäß standen diesmal wieder Neuwahlen an. Der neue Ausschuss wird nur noch acht Mitglieder umfassen: Michael Blosen, Dieter Fingerle, Elisabeth Görg, Ingrid Härlin, Helga Lerm, Lisa Pramstaller, Ulrich Prinz und Alfred Zeller.

Die wichtigste Veränderung aber gab es im Vorstand: Nach 28 Jahren als 1. Vorsitzender des Vereins stellte Martin Schwesig sein Amt zur Verfügung. An seiner Stelle wurde Dr. Theo Sauer einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als langjährig im klassischen und im Jazzbereich, wenn nicht im Hauptberuf, so doch als Liebhaber Tätiger, so Dr. Sauer, sehe er seine Aufgabe darin, seine musikalischen Interessen und seine organisatorischen Fähigkeiten in die Vereinsarbeit einzubringen.

In seinem Dank an Martin Schwesig hob der 2. Vorsitzende Stefan Beck hervor, dass die Jahre unter Martin Schwesigs Vorsitz für die Weiterentwicklung des Vereins fruchtbare Jahre gewesen seien. Als „ausdauerndster“ Vorsitzender hinterlasse er ein geordnetes Haus. Jörg Dobmeier dankte Schwesig für die Unterstützung, die er durch ihn erfahren habe. Als Dirigent habe er sich bei ihm immer bestens aufgehoben gefühlt. Er habe in ihm einen Vorstand erlebt, der sein Amt mit Leidenschaft und ganzem Herzen versehen habe. Der Verein dankte Schwesig mit der Ehrenmitgliedschaft und einer lebenslangen Dauerkarte auf seinem Stammplatz in der Stadtkirche. In seinen abschließenden Worten wünschte Martin Schwesig dem neuen 1. Vorsitzenden eine glückliche Hand, um den ORA auch weiterhin in eine gute Zukunft zu führen und dankte all denen, die mit ihm zusammengearbeitet hatten. Er selbst habe in diesen 28 Jahren mit ihren Höhen und Tiefen viel Schönes erlebt, viele nette Menschen kennen gelernt und Jörg Dobmeier als einen Magier erfahren, der musikalisches Feuer zu entfachen und auf Chor und Orchester zu übertragen versteht. Sein Fazit: „Es war eine gute Zeit.“

Vorstand2013

von links der neue 1. Vorstand Dr. Theo Sauer, Martin Schwesig, 2. Vorstand Stefan Beck, Dr. Reinhard Weller
Aufnahme N. Buhl

Elisabeth Görg     

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Zum Abschied von Martin Schwesig am 20. November 2012:

Der zweite Vorsitzende Stefan Beck würdigte das langjährige Wirken von Martin Schwesig mit einer Rede in der Mitgliederversammlung, die hier in wesentlichen Inhalten widergegeben wird.

Sehr geehrter, lieber Herr Schwesig,

Mit Ihrer Entscheidung, nach dem 15. Esslinger Forum für junge Solisten Ihr Amt als Erster Vorstand des Oratorien-Vereins zur Verfügung zu stellen, haben Sie wohl Ernst gemacht mit dem Motto des Forums: Nach 27 jähriger Vorstandschaft von 1985 bis heute handelt es sich wahrlich um eine Zeitenwende in der Vereinsgeschichte und ich kann wohl für alle sprechen, wenn ich sage, dass wir Sie ungern ziehen lassen.
Ich hoffe, dass diese Jahre für Sie nicht nur apokalyptische Züge getragen haben – und nach der Feuertaufe eines Forums weiß ich, dass es in der Vereinsarbeit solche apokalyptischen Momente gibt - sondern dass diese Jahre auch Bereicherung für Sie waren.
Nun folgt die Erlösung von den Pflichten des Amtes und wir hoffen natürlich, dass Ihnen die Zeit und Muße verbleibt, vielleicht das eine oder andere ORA-Konzert – unbeschwert von der Verantwortung – auch in der Zukunft genießen zu können.

Nun ist mir die schwere Aufgabe zuteil geworden, als relativer Neuling im Vorstand die Zeit Ihrer Vorstandschaft angemessen zu würdigen:
Herr Schwesig, in der Mitgliederversammlung vom 14. März 1985 wurden Sie zum Ersten Vorsitzenden als Nachfolger von Eberhard Dornfeld gewählt und hatten dieses Amt nunmehr sage und schreibe 27 Jahre inne.
Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade einmal 14 Jahre alt und ging noch zur Schule in das Georgii-Gymnasium in der gleichen Jahrgangsstufe wie Ihre Tochter Viola. Über den Oratorien-Verein wusste ich damals nicht viel.
Um eine solche Ära zu würdigen bleibt mir somit nichts anderes übrig, als auf das Werk guter Geister des Vereins zurück zu greifen, die die Geschichte unseres Vereins so gut dokumentiert haben:
Ich möchte daher im Folgenden beispielhaft für Ihren unermüdlichen Einsatz für den Verein, ein paar Highlights während Ihrer Zeit als Vorstand streifen:

Bereits der Beginn Ihrer Vorstandschaft war eine Zeitenwende: Kurz zuvor, nämlich 1984 verabschiedete sich der damalige musikalische Leiter Markus Müller-Häuser mit einem Paukenschlag von der Leitung des ORA, nachdem während seiner Schaffensperiode ebenfalls im Jahr 1984 das erste Forum initiiert wurde. Somit kamen Sie mit Ihrer Wahl zum ersten Vorstand fast zeitgleich in Verantwortung für den Verein wie unser geschätzter heutiger musikalischer Leiter, Herr Jörg Dobmeier. Und auch im Orchester gab es Veränderungen mit der Vorstellung von Ruth Paxson zur neuen Konzertmeisterin.

Eine Konstellation, welche sich für die folgenden Jahrzehnte bewähren sollte.

Gerade mal ein Jahr im Amt, durften Sie sich bereits mit dem „Esslinger Forum für junge Solisten“ herumschlagen: Vom 2. bis zum 9. November 1986 fand dieses zum zweiten Male statt und gab Ihnen die Möglichkeit, Ihren Geburtstag beim Abschlusskonzert mit Beethovens Missa solemnis zu feiern.
Ich gehe davon aus, dass auch damalige Foren ähnlich intensiver Vorbereitung bedurften, wie dies noch heute der Fall ist und vermute, dass diese Geburtstagsaufführung auch mit einer gewissen Erleichterung einher ging.
Ebenfalls unter Ihrer Leitung entschied sich der Verein 1987 dafür, den Konzertrhythmus so zu verändern, wie wir ihn noch heute kennen: In geraden Jahren sollen die Konzerte an Palmsonntag und im November stattfinden („Forums-Jahre“), in ungeraden Jahren im April/Mai und Dezember, um eine thematisch flexiblere Programmgestaltung zu ermöglichen.

Unermüdlich sammelten Sie während all der Jahre Spenden für den Verein und pflegten die so wichtigen Kontakte mit unseren Sponsoren.
Grund genug, auch einiges zurück zu geben:

So gestaltete der ORA am 3. Oktober 1993 ein Benefizkonzert zugunsten der Stadtkirche unter anderem mit Leonhard Lechners „Deutschen Sprüchen von Leben und Tod.“ und in den darauffolgenden Jahren weitere Benefizkonzerte zugunsten der Stadtkirche und später auch der Franziskanerkirche. Das Spendenaufkommen aufgrund dieses Konzertes belief sich auf etwa 14.000,- DM.

Im Rahmen der musikalischen Gestaltung ließen Sie Herrn Dobmeier weitgehend freie Hand und zeigten sich auch neuen Entwicklungen aufgeschlossen, was insgesamt für den Verein sicher förderlich war: So zeigte sich zum Beispiel bei Konzerten am 17. Und am 18. Juni 1994 in Kreuzlingen und St. Blasien, dass Chor und Orchester des Oratorien-Vereins sowohl in der U-Musik als auch in der E-Musik zuhause sind und sowohl Andrew Lloyd Webber und Henry Mancini als auch Mendelssohn, Torelli, Bach und Vivaldi zu interpretieren wissen.

Ein besonderer Höhepunkt war Ihre Initiative 1995, die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Esslingen zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges 50 Jahre zuvor zu bestreiten. Chor und Orchester des Vereins führten am 7. Mai 1995, zusammen mit dem Jugendchor der Musikschule Köngen/Wendlingen und der Jungen Süddeutschen Philharmonie Esslingen in der Stadtkirche Benjamin Brittens „War Requiem“ auf:

Die EZ berichtete am 9. Mai 1995: „Jörg Dobmeier hat mit seinem Oratorienverein den Kraftakt der musikalischen und organisatorischen Realisierung einer unvergesslichen Aufführung gewagt und in der Stadtkirche eine Interpretation vorgelegt, die in ihrer gnadenlosen Eindringlichkeit nicht nur die Herzen der vielen Zuhörer, sondern wohl auch die ehrwürdigen Steine der Kirche zum Zittern brachte.“

Eine Beschreibung, die – am Rande bemerkt – durchaus auch auf die Aufführung vom vergangenen Sonntag (Franz Schmidt  „Das Buch mit sieben Siegeln“) passen würde.

Auch unter Ihrer Vorstandschaft gab es im Jahr 1997 ein Experiment der besonderen Art, als die Mitglieder des Chores bei der Uraufführung der Neukomposition der Filmmusik von Albrecht Imbescheid zum Stummfilm „Zyankali“ beim 3. Internationalen Stummfilmfestival in Esslingen mitwirkten.

Die Kontakte ins Ausland wurden gepflegt: Beispielhaft sei die Chor- und Orchesterreise nach Eger (Ungarn) im Jahr 1998 oder auch die Reise nach Südtirol im neuen Jahrtausend genannt.

Allein diese Beispiele zeigen: Es waren fruchtbare Jahre, in denen der ORA seinen unübersehbaren Platz in der Esslinger Kulturszene nicht nur behauptet, sondern auch klug weiterentwickelt und ausgebaut hat.

Ich selbst bin 2001 zum ORA gestoßen und 2002 Mitglied geworden. Ich wollte zunächst nur singen und hatte wenig Vorstellung davon, was im Hintergrund alles zu leisten ist, um unsere großartigen Konzerte auf die Beine zu stellen: Erst später habe ich erfahren, wie viel Planung, Kalkulation, Organisation nötig sind, wie viele Anrufe und Treffen benötigt werden, um den Betrieb am Laufen zu halten.
Als einfaches Mitglied erfährt man nicht so viel über die Arbeit des Ersten Vorsitzenden. Aber heute weiß ich, -.ohne Ihren unermüdlichen Einsatz im Werben um Sponsoren, ohne Ihre Kalkulationen, ohne Ihr Organisationsgeschick und auch ohne Ihren Langmut und Ihre Gelassenheit - wäre der ORA nicht da wo er heute steht.

Und ich denke – das hat das vergangene Forum bewiesen – dass der ORA gut da steht.

Herr Schwesig, unsere gemeinsame Vorstandsarbeit dauerte nicht sehr lange, aber ich habe gut und gerne mit Ihnen zusammen gearbeitet. Trotz manchem Chaos und manchem Stress hat es Spaß gemacht. Mit Fug und Recht kann ich sagen:  Sie hinterlassen ein wohl geordnetes Haus und eine große Lücke.

Im Namen des Vereins möchte ich Ihnen daher ganz herzlich danken für all die Zeit, die Nerven und die Kraft, die Sie dem ORA gewidmet haben.

Wenn ich den Zahlen in der Festschrift des ORA Glauben schenken darf, dann waren Sie der ausdauerndste 1. Vorsitzende in der Geschichte des Vereins. Keiner Ihrer Vorgänger hat das Amt so viele Jahre ausgefüllt und geprägt.

Ich denke, es war eine gute Zeit für uns alle.

Stefan Beck    

Im Anschluss an die Rede von Stefan Beck drückte Jörg Dobmeier, als musikalischer Leiter mit ebenso vielen „Dienstjahren“ wie Herr Schwesig, seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. Er wisse es zu schätzen, dass die Auswahl der Komponisten und Werke nicht eine Frage der Gefälligkeit des Musikgeschmacks und der Finanzierbarkeit gewesen sei, sondern sich aus der historisch musikalischen Verpflichtung des Auftrags des Oratorien-Vereins entwickelt habe. So sei auch für Ihn die Zusammenarbeit erfreulich und fruchtbar gewesen.

Lutz Köllner    

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Geburtstagsständchen des Ora zum 90. Geburtstag von Frau Ruth Schütte

Ihren runden Geburtstag im August 2012 feierte Frau Schütte im Familien- und Freundeskreis auf Burg Staufeneck bei schönstem Sommerwetter und herrlicher Aussicht auf das Stauferland.

Zum Kaffee gab es eine Überraschung für die Jubilarin: 35 Sängerinnen und Sänger des Chores brachten ihr ein Ständchen mit wohlbekannten 4-und 5-stimmigen Sätzen aus dem 16.-18. Jahrhundert.
Vorstand Martin Schwesig würdigte das große Engagement von Frau Schütte für den Ora während 57 Jahren aktiver Mitgliedschaft im Chor und im Ausschuss, von der Wiedergründung des Vereins nach Kriegsende 1945 unter Hans Arnold Metzger bis zu ihrem 80. Geburtstag 2002, danach weiterhin als förderndes Mitglied bis heute
.
Als kleines musikalisches Geschenk überreichte Herr Schwesig Frau Schütte CD‘s mit den Aufnahmen der letzten drei Konzerte des Oratorien-Vereins.
Nach dem Ständchen gratulierte jede Sängerin und jeder Sänger Frau Schütte mit einer schönen Rose. Daraus entstand ein großer Strauß in bunten Farben.

Der Ora begleitet Frau Schütte mit vielen guten Wünschen in das neue Lebensjahrzehnt.

(Dr. Zeller/Dr. Köllner)

Frau Schütte

Rosen vom Ora für die Jubilarin Frau Schütte

 

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Ora-Ausflug 2012 ins Elsass

Unser Jahresausflug 2012 führt uns am 21. Juli ins Elsass. Weitere Informationen finden Sie unter Ausflüge.

Es war der kürzeste Ora-Ausflug aller Zeiten. Am Morgen des 21. Juli warteten 35 ausflugswillige Ora-Mitglieder und ihre Partner und Partnerinnen auf den Reisebus. Der kam jedoch nicht und auf die Schnelle konnte auch kein Ersatzbus mit Fahrer geordert werden. Einige Teilnehmer  trösteten sich mit einem Brunch in der Esslinger City.

Der Ausflug mit dem interessanten Programm wurde 2013 nachgeholt..

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Mitgliederversammlung am Dienstag, den 13. Dezember 2011, um 19.30 Uhr,
Gemeindehaus am Blarer Platz

In der Mitgliederversammlung wurde eine Satzungsänderung einstimmig beschlossen. Die Satzung, die 1983 die letzte Änderung erfahren hatte, wurde auf einen neuen Stand gebracht und berücksichtigt das aktuelle Vereins- und Steuerrecht. Schatzmeister Dr. Weller gab einen Überblick über die Finanzzahlen des Vereinsjahres und der Konzerte im aktuellen Kalenderjahr. Er wurde ebenfalls einstimmig, nach dem Bericht des Kassenprüfers, für seine Tätigkeit entlastet.

Ein wesentlicher Teil der Versammlung war der Konzertplanung 2012 bis 2014 gewidmet, die Herr Dobmeier vortrug. Das erste Konzert im Jahr 2012 ist für den 18.03.2012 in der Stadtkirche geplant: Frank Martin "In terra pax". Im November 2012 folgt dann die 15. Forumswoche. Wir werden die Konzerte sowohl unter "Aktuell" als auch unter der Rubrik "Esslinger Forum für junge Solisten" ankündigen.

Eine besondere Ehrung wurde der langjährigen Konzertsekretärin Ursula Maimer zuteil. Sie wurde wegen ihres außerordentlichen Einsatzes für den Verein zum Ehrenmitglied des Oratorien-Vereins ernannt.

Dag Metzger wurde ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt. Damit wurde seine Arbeit als Sänger, Musiker und Vorstand seit Ende der fünfziger Jahre gewürdigt.

Lutz Köllner    

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Neuer Vorstand seit Januar 2011

Am 11. Januar 2011 wurde in der Mitgliederversammlung des Oratorien-Vereins Herr Stefan Beck als Nachfolger von Dag Metzger als 2. Vorstand gewählt. Dag Metzger gab das Amt nach über 30 Jahren ab, nachdem er seinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt von Esslingen nach Beuren verlegt hatte.
Der 1. Vorsitzende Herr Schwesig würdigte die Lebensleistung Dag Metzgers als Musiker, Sänger, Organisator und Vorstand sowie auch als Sohn Hans-Arnold Metzgers, der den Oratorien-Verein nach dem Krieg 1945 wieder ins Leben gerufen hat.

In gleicher Weise würdigte Herr Schwesig die Verdienste von Ingrid Metzger, die an der Seite ihres Mannes viel Gutes - menschlich, organisatorisch, musikalisch, nachwuchsfördern - bewirkt hat. Die von ihr seit Jahren gestalteten Jahresausflüge des ORA werden die Teilnehmer ihr Leben lang nicht vergessen: Kulturelles und Kulinarisches musisch an jedem Ausflug vereint.

Herr Beck, der das Amt des Vorstands annahm, machte in einer kurzen Ansprache deutlich, welche Verantwortung er in der nunmehr 160-jährigen Geschichte des Vereins mit Stolz übernehme. Es gilt insbesondere die Jugend für die musikalischen
Ziele des Oratorien-Vereins zu motivieren.

Wir wünschen Herrn Beck viel Freude und Erfolg in seinem neuen Amt.

Neues Chorsekretariat seit Januar 2011

Ab Januar 2011 hat Frau Bettina Lange aus Ostfildern das Chorsekretariat übernommen. Frau Lange, die als aktive Chorsängerin den ORA schon kennt, hat in der Führung von Chorgeschäften Erfahrung. Wir wünschen Frau Lange viel
Freude und Erfolg in der Vereinsarbeit.

Vorstand2011

Der Vorstand mit den Sekretärinnen von links:
Dag Metzger, Stefan Beck (stellvertretender Vorsitzender), Bettina Lange, Ursula Maimer,
Martin Schwesig (1. Vorsitzender), Dr. med. Reinhard Weller (Kassenwesen)

Lutz Köllner     

 

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